Elternverein Stainz mit neuem Führungsteam
Ayurveda-Vortrag gegen den Abschiedsschmerz: Auf Andrea Ruppert-Flanyek folgt Andreas Gaich als neuer Obmann.
„Danke für sechs schöne Jahre,“ ließ
Andrea Ruppert-Flanyek gleich bei der Begrüßung anklingen, dass sie
mangels eines Kindes in der Schule ihre Obmannposition aufgeben werde.
In ihrem Tätigkeitsbericht, der von Förderungen an Volks-, Haupt- und
Polytechnische Schule geprägt war, wies sie darauf hin, dass der
seinerzeit für den Einbau der Garderoben in der Haupt- und Realschule
aufgenommene Kredit fast vollständig getilgt sei und dem
Nachfolgevorstand kein Kopfzerbrechen bereiten werde.
Nach dem Kassabericht von Doris Koller, der über Antrag der
Rechnungsprüfer Erich Ronegg und Gerhard Weinzerl von den Mitgliedern
einstimmig angenommen wurde, kam es unter dem Vorsitz von Bürgermeister
Direktor Walter Eichmann zur Neuwahl des Vorstandes. „Zuerst stimmen
wir über den Obmann ab,“ stellte er der Versammlung die nominierten
Kandidaten vor. Es wurde keine lange Abstimmung, noch weniger kam es zu
gegensätzlichen Strömungen, die Vorschlagsliste wurde einstimmig so
akzeptiert, wie sie vorbereitet worden war. Hier die Namen: Dipl.-Ing.
Dr. Andreas Gaich (Obmann), Dipl.-Ing. Joachim Gruendler
(Stellvertreter), Manfred Jamnig (Kassier), Stefan Surma (Stv.),
Elfriede Harzl (Schriftführerin), Mag. Jutta Nikodem-Eichenhardt
(Stv.), Dr. Max Vollenwyder, Gerhard Weinzerl (beide Rechnungsprüfer),
Erich Baader, Petra Ninaus, (beide Volksschulbeiräte), Veronika Koch,
Christine Messner (beide Hauptschulbeiräte), Beatrix Reinmayr (Beirätin
Polytechnische Schule).
Die erste Handlung des neuen Obmannes? Natürlich, sich bei den Eltern
für das Vertrauen bedanken. Dann aber folgte bereits ein ehrlich
gemeintes Danke an die scheidende Funktionärscrew. Nachdem die Blümchen
und der Schilcher an die Frau/den Mann gebracht waren, outete sich der
neue Obmann als Ur-Stainzer, der beruflich aber in Graz selbstständig
sei. „Mit diesem guten Team werden wir es schaffen,“ sprach er den
Elternverein als wichtige Einrichtung an, die für alle Anliegen der
Eltern da sein. Seine erste Amtshandlung: Der Zuschuss an Schüler, die
am „Schilcherlauf“ 2010 teilnehmen, bleibt unverändert aufrecht.
Des Dankes an Andrea Ruppert-Flanyek und ihr Team war damit aber noch
nicht genug. Im Gleichschritt bedankten sich Walter Eichmann, in
Personalunion als Bürgermeister und Volksschuldirektor, und Direktor
Peter Nöhrer von der Haupt- und Realschule für die konstruktive
Zusammenarbeit. „Sie waren von der Motivation zur Mitgestaltung
getragen,“ lobte Nöhrer das Engagement für Kinder und Schule. „Der
kürzeste Weg ist der beste“, betonte er, dass im Zusammenspiel von
Elternbeiräten und Lehrerschaft stets eine befriedigende Lösung
gefunden wurde. Diesen Weg, so ein Nebensatz, würde er auch beim neuen
Vorstand begrüßen. Als sichtbarem Danke stellten sich die beiden bei
der Obfrau und Stellvertreter Erich Gürentz mit einer Dankesurkunde ein.
Zur guten Tradition im Elternverein zählt ein Fachvortrag zu
erziehungsspezifischen Themen. An Dr. Petra Hasenbacher-Lenger, Ärztin
für Manual- und Palliativmedizin in Bruck an der Mur, lag es diesmal,
den Bereich Ayurveda-Therapie näher zu bringen. „Die Ayurvedische
Medizin hat mich gefunden,“ gab sie eingangs offen zu, mit Mitteln der
Schulmedizin nicht immer das Auslangen gefunden zu haben. Vor allem die
Aussage „Alles was hilft, ist Medizin“ nahm sie für die älteste
Behandlungsweise der Welt ein.
Was ist Ayurveda, das in Sanskrit mit Lebenskunst beschrieben wird? Es
respektiert die Einzigartigkeit des Menschen und baut im Bemühen,
Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, auf die Konstitution
des Einzelnen auf. Somit steht vordergründig im Fokus, die Gesundheit
zu erhalten und es gar nicht zu einer Krankheit kommen zu lassen. Als
Basis dienen die fünf Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft und Raum, die
in jeder belebten und unbelebten Materie gegenwärtig sind. Ihr
anteiliges Vorhandensein unterteilt Menschen in Vata-, Pitta- und
Kapha-Typen, die einem bestimmten Dosha (Wirkungsprinzip) folgen. So
kann der erstgenannte Typ als zart, wenig stabil und sensibel
beschrieben werden, der im Umgang viel Wohlwollen erfordert.
Pitta-Typen sind kraftvoll, dynamisch bis egoistisch, ihnen sollte man
mit Konsequenz begegnen. Die dritte Kategorie schließlich gilt als
stabil, kraftvoll und unflexibel, ihr sollte Stabilität entgegen
gebracht werden.
Das Einzigartige an dieser Zuordnung: Man kann den für die Gruppen
typischen Krankheitstendenzen durch richtige Ernährung und passende
Bewegung entgegen wirken. Achtung beim Kochen: Es muss mit Liebe
vorgegangen werden, die Stimmung am Herd überträgt sich auf die
Nahrungsmittel. Diesem Umstand verdankt Ayurveda auch die Bezeichnung
Küchenmedizin. Die wichtigste Aussage behielt sich Petra
Hasenbacher-Lenger, die für ihren Vortrag heftig akklamiert wurde, für
den Schluss auf: Jeder Mensch ist für seine Gesundheit selbst
verantwortlich.
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